Brechtbühne Ofenhaus Augsburg

Die brechtbühne – das kleine Haus des Staatstheaters Augsburg – wurde am 11. Januar 2019 am neuen Interimsstandort im Gaswerk feierlich eröffnet.

Auftraggeber:
Stadt Augsburg

Architekt:
Wunderle + Partner

Ausführungszeitraum:
Planung: 2016
Bauphase 07/2018 – 12/2018

Projektleitung theapro:
Birgit Thielert

Fertigstellung:
2018

Leistungen theapro:
Bühnenbeleuchtung
Bühnentechnik
Ton- & Medientechnik

Mit der Sanierung des Großen Hauses des Staatstheaters Augsburg wird das erst 2012 fertiggestellte markante rote Interimsgebäude der brechtbühne an der Kasernstraße für ein neues Werkstättengebäude abgerissen. Die brechtbühne musste wieder umziehen.

Nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit ist die neue Spielstätte fertiggestellt. Am 11. Januar 2019 wurde sie offiziell eröffnet.

Für die nächsten Jahre wird die brechtbühne mit Schauspiel und Tanztheater im Ofenhaus im Gaswerk eine vorübergehende Heimat finden. Das historische Industriedenkmal – ursprünglich gebaut zur Herstellung von Stadtgas aus Kohle – liegt auf dem 70.000 m² großen Gaswerksareal in Augsburg-Oberhausen. Dort soll sich in den nächsten Jahren ein einzigartiger Standort der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie der Kunst- und Kulturszene entwickeln. Das Staatstheater mietet dort von den Stadtwerken Augsburg für diese Zwecke konzipierte und neu geschaffene Räumlichkeiten mit Spielstätte, Probebühne, Werkstätten, Ballettsaal, Künstlergarderoben, Büroräumen etc. für voraussichtlich 5 Jahre.

theapro plante und betreute die Umsetzung der Theatertechnik (Demontagen, Anpassungen, Ergänzungen und Wiedereinbau) an dem neuen Standort und sorgte dort für die dafür baulich erforderlichen Voraussetzungen und Schnittstellen bei der Sanierung und Erweiterung.

Mit 219 Plätzen ist die neue brechtbühne schmaler und höher als zuvor am Theater. Ein Großteil der technischen Einrichtungen der alten brechtbühne wurde im Ofenhaus wieder verbaut: z.B. die seitliche Arbeitsgalerie, die fahrbare Brücke, die Obermaschinerie mit 16 Rohrwellenzügen, die Bühnenbeleuchtungsanlage, die Audio-Videotechnik und Mithöranlage, Teile des Bühnenbodens, Zuschauertribüne, Besuchersitze, Rohrrasterdecke für die Probebühne aber auch die Lüftungstechnik.

Der Umbau erfolgte als Projekt des Kulturreferats in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken.

 

Die Herausforderungen:

Umzug eines bestehenden Interims in eine neue Location unter minimalen Umzugskosten in einer verlängerten Spielzeitpause in nur 23 Wochen.

  • Umzug eines Interims in eine neue Location
  • Interim in Bestandshalle Typ C
  • Standzeit mindestens fünf Jahre, danach Weiternutzung als Eventlocation
  • Denkmalschutz
  • 219 Besuchersitzplätze in 15 Reihen
  • 125 m² bespielbare Szenenfläche bei aufgebauter Tribüne / 300 m² ohne Tribüne
  • 114m² Probebühne
  • 1000 m² Nebenflächen