Sanierung Staatstheater Augsburg

Nach anfänglichen Querelen starten wir nun endlich unter Hochdruck in die Ausführungsplanung der Sanierung des Staatstheaters Augsburg.

Auftraggeber:
Stadt Augsburg

Ausführungszeitraum:
2013 – 2021

Baukosten gesamt
(netto):
ca. 95,0 Mio. EUR

Baukostenanteil theapro:
(netto)

BB: 2,5 Mio. EUR
BT: 10,25 Mio. EUR
MT: 2,95 Mio. EUR

Projektleitung theapro:
Jens Höpfner

Fertigstellung:
2021

Leistungen theapro:
Bühnenbeleuchtung
Bühnentechnik
Ton- und Medientechnik

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Das unter Denkmalschutz stehende Haus, das im Jahr 1877 fertiggestellt wurde, musste wegen erheblicher Brandschutzmängel im Jahr 2017 geschlossen werden und steht nunmehr zur Sanierung an. theapro ist mit der Planung zu den Gewerken Bühnentechnik, Bühnenbeleuchtung und Ton- Medientechnik beauftragt.

Seit 2013 arbeiten wir an der Sanierung des Stadttheaters in Augsburg. Nachdem das Projekt einige Hürden, wie einen Bürgerentscheid bezüglich der Finanzierung des Projekts überwinden musste, arbeitet das gesamte Planungsteam derzeit mit Hochdruck an der Ausführungsplanung. Das Haus soll auch nach der Sanierung alle Spielarten einschließlich des jährlich stattfindenden Opernballes optimal erfüllen. An der Konzeption der bühnentechnischen Einrichtungen werden daher kaum Veränderungen vorgenommen. In der Untermaschinerie werden die Podiumskonstruktionen erhalten und die Hydraulik überarbeitet. Hierbei steht – wie so oft – die Einhaltung des zur Verfügung stehenden Budgets im Vordergrund.

Der Drehscheibenwagen wird erneuert und in geringerer Bauhöhe ausgeführt, um hier in der Unterbühne die maximal mögliche Lagerhöhe zu erzeugen. Die Obermaschinerie wird voll elektromechanisch ausgeführt, zentral gesteuert und damit was Geschwindigkeit und Fahrverhalten angeht auf den Stand der Technik gebracht. Um größere Lasten in der Obermaschinerie aufnehmen zu können, wird in den Bühnenturm eine Tischkonstruktion, die die Lasten nach unten abträgt, eingestellt. Außerdem erhält das Theater ein neues Kranportal, um auch weiterhin als Drei-Spartenhaus genutzt werden zu können.

Dabei gilt es, dem Nutzer die Technik zu liefern, mit der er den bestehenden und künftigen Anforderungen an Performance und Sicherheit jederzeit gerecht werden kann. Die ersten Demontagearbeiten werden ab Mitte 2019 erfolgen.

Bühnentechnik

Die Planung umfasst die komplette Erneuerung der bühnentechnischen Einrichtung inklusive der Steuerung.  Die Anlagen der Untermaschinerie auf der Hauptbühne werden unter Beibehaltung der hydraulischen Antriebstechnik saniert. Der Orchestergraben, bestehend aus drei Orchesterpodien mit Schleppböden wird künftig über die vorhandene Druckstation versorgt werden.
Auf der Hinterbühne werden acht Ausgleichspodien und ein neuer Drehscheibenwagen eingeplant, der über die gesamte Bühnenbreite von 16 m frei tragend ausgeführt wird.

Die Obermaschinerie wird durch eine Maschinenzuganlage und Punktzüge für die künftigen szenischen Aufgaben ausgerüstet. Die vorhandene Portalkrananlage mit den integrierten Zugeinrichtungen und fahrbarer Portalbrücke wird komplett erneuert.

Sämtliche Stahlbauteile wie Galerien und Schnürboden werden erneuert und an das neu zu schaffende Tragsystem im Bühnenturm angeschlossen.
Außerdem sind die Sicherheitseinrichtungen wie der Eiserner Vorhang, die Hubbrüstung und das Hinterbühnentor sowie die Rauchklappen der Bühne und Hinterbühne zu sanieren bzw. zu erneuern.

Für alle Anlagen sind die Schaltanlagen und die übergeordnete Steuerung vorzusehen.

Bühnenbeleuchtung

Das komplette Bühnenbeleuchtungsnetz und -steuerung mit Versatzkästen und Dimmerräumen sind zu erneuern.

 

Ton- Medientechnik

Zur Verbesserung der Nachhallzeiten im Saal wird eine Nachhallerhöhungsanlage eingeplant. Weiter sind neue Projektionstechnik, Beschallungsanlage und ein komplett neues medientechnisches Netzwerk auf LWL- Basis geplant. Mischpulte und Inspizientenanlage sind ebenfalls zu erneuern.