Theaterarchitektur

Theater ist nie zu Ende erfunden und daher sind auch seine Gebäude stetigen Anpassungs- und Wandlungsprozessen unterworfen. Tradition und Innovation sind im Theaterbau aufs Engste miteinander verwoben.

Der Zuschauerraum ist der Kernpunkt, an welchen sich die weiteren Funktionen eines Theaters anlagern. Seine Gestalt, seine Organisation und damit die Kapazität bestimmen nahezu alle anderen Abmessungen, von der Portalbreite eines Guckkastentheaters über die Abmessungen eines Konzertpodiums bis hin zu den Proportionen der Bühne. Ob es gelingt, eine enge Beziehung zwischen dem Künstler  auf der Bühne und dem Auditorium herzustellen, ist dabei der Maßstab, an dem sich die Qualität der Raumgestaltung messen lassen muss.

Wir beziehen unsere Impuls für die Gestaltung von Räumen aus dem Studium der Entwicklung europäischer Theaterräume über die letzten fünf Jahrhunderte.

Wir haben uns der Gestaltung traditioneller, aber auch innovativer und experimenteller Zuschauerräume gewidmet. Dabei sind wir noch längst nicht an die Grenzen der Entwicklungsmöglichkeiten gelangt. Unser Anspruch ist es, die enge Beziehung zwischen den Künstlern und dem Publikum in unterschiedlichen Aufführungsformen zuzulassen und zu fördern.

Es ist unsere Überzeugung, dass Kultur- und Veranstaltungsräume erheblich offener und wandlungsfähiger konzipiert werden müssen. Die Pluralität der Gesellschaft und die der kulturellen Perzeption sollten sich in den Möglichkeiten eines Gebäudes abbilden. Dies gilt auch für denkmalgeschützte Gebäude, für die zusätzlich eine umfangreiche Abwägung zwischen Bewahrung, Rekonstruktion, Restaurierung und notwendiger Veränderung erfolgen muss. Durch das Studium von Quellen, der Baugeschichte, den Ursprungsplänen und späteren Versionen versuchen wir den jeweiligen individuellen Wert und das Potential des Gebäudes zu erfassen.

Veranstaltungsgebäude sind auf eine lange Nutzung angelegt und erfordern schon daher Weitsicht in Bezug auf die Konzeption und Nachhaltigkeit der Lösungen. Unser Anliegen ist es daher, die Geheimnisse der Theater- und Bühnenkunst mit der baulichen Realität zu verbinden.

»Alles neu hier! Ich habe unser Theater gleich wieder erkannt.«
Besucherin der Eröffnungspremiere im Theater Bielefeld

Die Sanierung und Revitalisierung von Gebäuden ist eine Aufgabe, der sich theapro auf innovative Weise mit einer starken Passion widmet. Stadtbildbestimmende und identitätsstiftende Aufführungsstätten zu erhalten und diese für die Zukunft anzulegen, ist uns Herausforderung und Verpflichtung.

Aspekte des Brand- und Arbeitsschutzes erfordern individuelle Lösungen, da sich die Standards im Bestand nicht immer umsetzen lassen. Das Ziel ist, dem Nutzer mit seinem künstlerischen und technischen Betrieb ein hochmodernes Theatergebäude zur Verfügung zu stellen. Dieser soll sicher arbeiten und aus vollem szenischem und technischem Potential schöpfen können.

Die von theapro planerisch begleiteten Gebäude sollen eine für die Mitarbeiter und Besucher angenehme Atmosphäre ausstrahlen. Vor und nach der Veranstaltung empfangen die Foyers, Lounges und Gastronomietheken die Gäste.

Bei Neubauten und Sanierungen plant theapro oder berät Architekten in den jeweiligen Gebäudekonzeptionen. Mit unserer langjährigen Erfahrung verfolgen wir das Ziel, flexible, wandelbare und zukunftsoffene Gesamtkonzepte zu erstellen. Dazu gehören die Besucherführung, insbesondere  die Berücksichtigung der Anliegen und Bedürfnisse bewegungseingeschränkter oder älterer Besucher, die Foyergestaltung, Gastronomieversorgung der öffentlichen Bereiche, Werkstättenplanung, Transport-, Lager- und Wegeplanung im Bühnen- und Technikbereich.

Unsere Referenzen der letzten 10 Jahre:

 

TÜV Süd Eingangshalle : 2006 – 2008

Stadttheater Amberg : 2008

Schauspielhaus und Kammerspiele : 2005 – 2010

Theater Gütersloh : 2006 – 2010

Westfälische Kammerspiele : 2008 – 2011

KUBUS Ursensollen : 2009 – 2012

Ausweichspielstätten Landshut : 2012 – 2013

Theater Lippstadt : 2012 – 2014

Zukunft Depot Köln : 2015

Theater Trier : 2015 – 2016

Bayrisches Staatschauspiel PWZ : 2016

Ersatzspielstätte Bühnen Köln : 2016

Konzertsaal München im Werksviertel : 2016

Theater Schleswig : 2016

Stage Werk 7 : 2016

Theater Bonn : 2016 – 2017

Landestheater Coburg Interim : 2016 – 2017

Theater Nordhausen : 2018

Cells Kudamm : 2015 – 2021

Generalsanierung Bühnen der Stadt Köln – Oper, Schauspiel, Kinderoper, Kleines Haus : 2010 – 2022